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Größe & Passform · 4 Min.

Armbandgröße messen: Größentabelle für Herren

So messen Sie Ihren Handgelenkumfang und finden die passende Armbandlänge – auch bei einem schmalen Handgelenk. Mit Tabelle und den drei häufigsten Fehlern.

ORVAIN Editorial · · aktualisiert

Ein Armband mit quadratischen Elementen wird mit einer Zange gehalten, daneben ein Maßband
Inhalt
  1. Die Messung
  2. Die Zugabe
  3. Warum die Gliederform die Passform verändert
  4. Wozu die Verlängerungskette dient
  5. Drei Fehler, die häufig passieren
  6. Ein Armband verschenken, ohne die Größe zu kennen
  7. Zwei Armbänder übereinander
  8. Wo unsere Maße stehen

Miss deinen Handgelenkumfang mit einem Streifen Papier direkt hinter dem Handgelenkknochen. Rechne 2 bis 2,5 cm dazu. Das ist deine Armbandlänge.

Bei 17 cm Umfang landest du also bei etwa 19 cm. Der Rest dieses Beitrags erklärt, warum die Zugabe wichtiger ist als der Umfang – und warum die Gliederform daran etwas ändert.

Die Messung

Du brauchst einen Streifen Papier, einen Stift und ein Lineal. Kein Stoffmaßband – die dehnen sich und messen zu lang.

  • Schneide einen Papierstreifen von etwa einem Zentimeter Breite.
  • Lege ihn direkt hinter dem Handgelenkknochen um das Handgelenk, dort wo das Armband später sitzt.
  • Zieh ihn an, bis er anliegt, aber nicht drückt.
  • Markiere die Überlappung und miss den Streifen flach aus.

Das Ergebnis ist dein Handgelenkumfang. Nicht deine Armbandlänge.

Ohne Maßband, ohne Papier

Ein Ladekabel oder Schnürsenkel tut es auch: einmal herumlegen, die Stelle mit den Fingern festhalten, gerade an ein Lineal legen. Zwei bis drei Millimeter Ungenauigkeit sind egal – sie werden von der Verlängerungskette aufgefangen.

Die Zugabe

Ein Armband, das genau so lang ist wie dein Handgelenk, sitzt wie eine Fessel. Es muss sich bewegen können. Wie viel du dazurechnest, hängt davon ab, wie du es tragen willst:

ZugabeSitzPasst zu
1 – 1,5 cmeng, rutscht kaum, dreht sich nichtkantigen Formen, die sonst wandern
2 – 2,5 cmder übliche Sitz, gleitet ein Stückfast allen Fällen
ab 3 cmfällt auf den Handrücken, wenn der Arm hängteiner bewussten Stilentscheidung

Wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt die größere. Über die Verlängerungskette lässt sich nach unten regulieren, nach oben nicht.

Warum die Gliederform die Passform verändert

Zwei Armbänder mit derselben Länge können unterschiedlich sitzen. Der Grund ist die Beweglichkeit der Kette:

  • Kantige, steife Ketten wie die Venezianerkette rollen eher, als sich anzulegen. Sie wandern bei zu viel Zugabe um das Handgelenk und zeigen dann den Verschluss nach vorn. Hier ist die knappere Zugabe die bessere Wahl.
  • Bewegliche, flache Ketten wie die Panzerkette folgen dem Handgelenk und drehen sich kaum. Sie vertragen mehr Spiel, ohne unordentlich zu wirken.
  • Geflochtene Ketten sind schwerer und ziehen dadurch nach unten. Zu viel Länge fällt hier stärker auf als bei leichten Formen.

Welche Form sich wie verhält, steht ausführlich im Beitrag über die vier Gliederformen.

Die vier Formen ansehen

Wozu die Verlängerungskette dient

Jedes unserer Armbänder hat eine Verlängerungskette am Verschluss. Der Grund ist banal: Handgelenke sind morgens schmaler als abends, im Winter schmaler als im Sommer, und nach Sport ohnehin.

Mit ein paar Zentimetern Spielraum musst du dich beim Kauf nicht auf einen Millimeter festlegen. Der praktische Nutzen ist größer, als es klingt – es ist der Unterschied zwischen einem Armband, das an manchen Tagen stört, und einem, das man nicht mehr abnimmt.

Drei Fehler, die häufig passieren

Über dem Knochen gemessen. Das Handgelenk ist dort dicker. Wer über dem Knochen misst und dann 2 cm dazugibt, bekommt ein Armband, das dauerhaft auf dem Handrücken liegt.

Im Sitzen mit angewinkeltem Arm gemessen. Der Umfang ändert sich mit der Haltung. Miss mit lockerem, hängendem Arm.

Mit dem Stoffmaßband aus dem Nähkasten gemessen. Die dehnen sich über die Jahre. Ein Streifen Papier und ein Lineal sind genauer.

Ein Armband verschenken, ohne die Größe zu kennen

Der häufigste Fall – und lösbar. Drei Wege, in dieser Reihenfolge:

1. An einem vorhandenen Armband messen. Flach auslegen, von Verschluss zu Verschluss messen. Genauer geht es nicht. 2. Über die Uhr schätzen. Wer ein Uhrenarmband trägt, hat dort einen verlässlichen Anhaltspunkt. 3. Nach Statur schätzen und auf die Verlängerung setzen. Bei Erwachsenen liegen die meisten Handgelenke zwischen 15 und 20 cm. Die Verlängerungskette fängt einen Schätzfehler von ein bis zwei Zentimetern auf.

Was du nicht tun solltest: zu knapp schätzen. Ein zu großes Armband lässt sich tragen, ein zu kleines nicht.

Zwei Armbänder übereinander

Beim Stapeln braucht das obere Stück etwas mehr Länge, sonst schiebt es das untere weg. Ein halber Zentimeter Unterschied reicht meist.

Trage das schwerere Armband unten, das leichtere darüber. Umgekehrt rutscht das leichte ständig nach oben und liegt dann auf dem Handrücken.

Wo unsere Maße stehen

Die genauen Längen und Breiten der vier Formen findest du bei den Stücken selbst. Was sonst noch für alle vier gilt – Material, Oberfläche, Verschluss – steht bei den gesicherten Eigenschaften.

Häufige Fragen

Wie eng sollte ein Armband sitzen?

So, dass du einen Finger flach zwischen Armband und Handgelenk schieben kannst. Rutscht es über den Handgelenkknochen auf den Handrücken, ist es zu lang. Hinterlässt es nach einer Stunde einen Abdruck, ist es zu kurz.

Soll ich die Verlängerungskette mitmessen?

Nein. Miss die Grundlänge des Armbands ohne Verlängerung und rechne die Verlängerung als Reserve. So hast du in beide Richtungen Spielraum.

Was mache ich, wenn ich genau zwischen zwei Größen liege?

Die größere nehmen. Über die Verlängerungskette lässt sich verkürzen, verlängern nicht. Bei kantigen Formen wie der Venezianerkette darfst du eher zur knapperen Seite tendieren, weil sie sonst wandert.

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